1. Oeffentlicher Aufruf an 20Minuten - TaMedia - Schweizer App-Entwickler - KonsumentInnen und Datenschuetzer Hanspeter Thür


    Anrufe: Neu: Telefonstatus und Identität lesen

    • „Lässt zu, dass die Anwendung auf die Telefonfunktionen des Geräts zugreift. Eine Anwendung mit dieser Berechtigung kann die Telefonnummer und Seriennummer dieses Telefons bestimmen, ob ein Anruf aktiv ist, die Nummer, mit der der Anruf verbunden ist und ähnliches.“

    Hand auf die Tastatur. Würdest du dieser Einwilligung zustimmen? Wenn ich dir jetzt schreibe, dass dies Millionen Smartphone-UserInnen tun, wirst du mich als Depp bezeichnen? Schon möglich! Aber ich beachte nur die Realität.

    Als ich heute Morgen (8.2.2013) meine Android-Apps aktualisieren wollte, bin ich über die Anwendung von „20 Minuten“, bzw. TamMedia Zürich gestossen. Ich habe mir angewöhnt, genauer hinzusehen. So auch hier. Gleich vorweg, ich habe die App nicht aktualisiert, ja sogar sofort gelöscht. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum der Verlag auf solche privaten, vertraulichen Daten Zugriff bekommen soll. Ich will ja nur die News dieses Gratisblattes lesen. Aber eben, hier liegt schon der nächste Hund begraben > Gratis?! Es gibt nichts im Netz gratis, selbst der Zugang kostet ja, selbst im Migros-Restaurant (Free Internet). Da bekommt nämlich die Swisscom meine Handynummer. Und was passiert dann damit? Wo wird sie gespeichert? Genau. Doch zurück zum AusgangsPunkt. Was macht, bzw. was kann der TamMedia Verlag mit dem Zugang zu meinen Kontakten, Anrufen usw.  anstellen?

    Unsere Politiker kümmern sich nicht um solche Vorgänge, sie sind zur Normalität geworden. Unser Datenschützer ist auf einer lahmen Position, wenn nicht gar kalt gestellt.

    Ich stelle eine klare Forderung an die Politik – Unterbindung solcher BewilligungsForderungen, zumindest bei Schweizer Firmen (da weltweit nicht möglich) – aber subito.
    Zu viele AnwenderInnen ignorieren solche Bedingungen, in der Meinung, dass sie eh nichts zu verbergen haben. Doch!  Sie alle haben ihren persönlichen Freiraum zu verbergen.

    Ich stelle klar die Forderung an den TaMedia-Verlag, die App entsprechend zu korrigieren – aber subito!

    Ich stelle klar die Forderung an den Herrn Eidgenössischer Datenschützer Hanspeter Thür, sofort ein Verfahren einzuleiten, gegen alle Schweizer Firmen, die solche Apps entwickeln und veröffentlichen. Sie alle müssen Auskunft geben, was genau Sinn-und-Zweck solcher Zugänge beinhaltet – aber subito!

    Nicht zuletzt fordere ich alle AnwenderInnen auf, ihre Smartphone-Apps auf die erteilten Bewilligungen zum Sammeln von Daten zu überprüfen. Bei Unklarheiten sollten sie sofort die Anbieter um schriftliche Stellungnahme auffordern und temporär die App löschen. Sollte keine Antwort kommen, bitte eine Mitteilung an den Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür (Link)

    Hallo Wach!

  2. BuergerInnen berichten aus dem Willy Brandt-Haus

    Die Wahlen in Niedersachen sind heute ein Thema auf allen Kanälen, die von Medien gefüttert werden können. Dominant natürlich das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Doch langsam bekommt “Fern” eine ganz neue Komponente. Noch näher sind nämlich die vielen Menschen, die selber berichten, über Twitter, Facebook usw. und sie stellen sich hemmungslos vor die “grossen Kameras”, die mit der Zwangsgebühr, erhoben durch die GEZ (in Deutschland), neu Rundfunkbeitrag, bezahlt werden. Das bekommen mittlerweile auch die ZuschauerInnen, wie die zwei Bildschirmbilder zeigen, mit.

    Das erste Bild zeigt einen Bildermacher/eine Bildermacherin, die sich gar nicht für Sigmar Gabriel interessierte, sondern mehrmals Richtung ZuschauerInnen, Richtung Publikum fotografiert. 

    Die zweite Aufnahme dokumentiert ein/e SmartphoneNutzer/in. Sekundenlang sucht sie/er die richtige Einstellung, mehrmals und nicht nur alleine. Weitere Geräte werden immer wieder im Bild sichtbar, auch gleichzeitig.

    Tja und dann bei Peer Steinbrück, der Kanzlerkandidat, der gegen die Schweiz gerne die Kavallerie in Bewegung setzen würde? Nichts zu sehen, ein klares, reines Bild, keine StörerInnen. Wer böses denkt, könnte zum Schluss kommen: “Für den interessiert sich niemand mehr, nicht mal in der Parteizentrale”. Kein Kommentar.

    Screenshots aus Bericht zur Wahl der ARD

  3. Muessen Ladengeschaefte an Feiertagen geoeffnet sein?

    Es gab Zeiten, da wurde der Einkauf geplant, vor Feiertagen. Für 2 Tage genügend Lebensmittel zu Hause zu haben war kein Problem. Man/Frau wusste einfach, was es braucht und in welche Richtung sich die Lust entwickeln könnte.

    Doch in den letzten Jahren bildet sich diese Fähigkeit zurück. Immer mehr Geschäft haben an Feiertagen geöffnet. So auch in der Ladengasse in Ebikon. Gut, es sind nur die Grossen - Migros, Denner und dazu die Bäckerei und das Restaurant. Doch ich frage mich, ob das wirklich sein muss. Können die national präsenten Unternehmen nicht mal für 2 Tage dicht machen, ihren Angestellten Luft verschaffen?

    Ich gebe es zu. Mein Gewissen macht eigenartige Sprünge. Eine ganze Infrastruktur in Betrieb zu nehmen, für ein paar Leute, die verlernt haben, wie das mit dem Planen geht. Ich stelle mir vor, dass die eine oder andere Frau (arbeitende Männer habe ich keine gesehen) gerne am 2. Feiertag mit der Familie zusammen etwas unternommen hätte. Aber nein. Migros, Denner, Coop und ihre Tochterfirmen usw. wollen Service bieten, Pardon, Umsatz machen. Egal wann, egal wie. Die Regale sind gut gefüllt und warten auf den Abverkauf.

    Doch zum Glück machen nicht alle Konsumentinnen und Konsumenten mit. Es gibt sie noch, die Konsumverweigerinnen und Konsumverweigerer. Wie das Foto zeigt, sind sie in der Mehrheit. Und das ist gut so. 
    Grundsätzlich ist der Kuchen immer gleich gross. Die Anzahl “Kaufwilliger” bleibt immer gleich und wird durch zusätzliche Öffnungszeiten/Tage nicht grösser. Also denkt das nächste Mal daran, wenn ihr an einem Feiertag einkaufen geht:

    Der Verzicht ist die Freizeit der anderen.

  4. Netz-Streuwerbung kann teuflisch sein - Beispiel: UBS


    Sie gilt als die grösste Schweizer Bank, die UBS (Union Bank of Switzerland). Sie ist aber auch die Bank, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt, ja ihr werden sogar kriminelle Energie vorgeworfen, bzw. deren Mitarbeitern. Sie repräsentiert ein Geschäftsmodell, dass längst abgeschafft gehört, verboten und rechtlich verfolgt.

    Die Bank wird aber auch oft mit “der Schweiz” in einem Zug genannt, und nicht nur diese. Die Finanzwirtschaft ist ein Wirtschaftszweig und hat bei weitem nichts mit dem Land, in dem sie domiziliert ist, zu tun. Banken sind (länder-)austauschbar, da sie global operieren. Somit müsste ihnen die Berechtigung entzogen werden, sich als “Schweizer Bank” zu bezeichnen!

    Was wollte ich jetzt eigentlich schreiben? Ahja. Es geht um Streuwerbung im Netz. Wer den gezeigten Screenshot beachtet, braucht keine weiteren Worte. Alles klar. Genau.

  5. Die Angst ist überall – Keine WeihnachtsGeschichte


    Kürzlich begab ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung. So mir nichts, dir nichts, leicht in Gedanken versunken, erkenne ich eine Nachbarin, die mich etwas stutzig ansieht. Die Frau wollte gerade zu ihrem Mann ins Auto steigen, als sie nicht flüsternd sagte: „Moment, habe ich eigentlich die Haustüre verschlossen?“ Auf dem Weg zu dieser dreht sie sich nochmals um, blickte mich an, misstrauisch.

    Ich machte mir keine weiteren Gedanken, stellte den Vorgang nicht in einen Zusammenhang mit der Erscheinung meiner Person.

    An der Bushaltestelle angekommen, setze ich mich in einem 2MeterAbstand neben zwei jungen Frauen. Diese, wie kann es anders sein, starren auf die Bildschirme ihrer iPhones und kommentieren das Gesehene lautstark. Doch nicht lange. Plötzlich muss ich wahrnehmen, dass die Stimmen sich hörbar senken, was die Lautstärke angeht. Beide Frauen blicken unauffällig auffällig zu mir rüber und die eine ergreift ihre Handtasche, zieht diese näher, sehr viel näher, zu sich. Unauffällig.

    Jetzt erst mache ich mir Gedanken. Bin ich es, der den Mitmenschen Angst einflösst? Ist ein älterer Mann mit Bart, Hut und dunkler Kleidung eine Gefahr? Weckt er ungewollte Vorgänge aus?
    Doch dann gehen mir Berichte meiner HausZeitung durch den Kopf.  Überfälle auf „ganz normale Passanten“ durch Jugendliche, starke Zunahme von Wohnungseinbrüchen in meinem Wohnort, nordafrikanische Drogendealer wehren sich gegen ihre Verhaftung, Betrunkene pöbeln vor dem KKL (Kunst- und Kulturzentrum Luzern) KonzertbesucherInnen an. Selbst eine Stadträtin hat in bestimmten Gegenden ein unangenehmes Gefühl. Angst. Angst, auf jeder Seite, an jedem Ort.  

    Und irgend wann habe ich gelesen: „Angst ist der grösste Feind der Freiheit“

  6. Auktionen für Arztpraxen - Eine Schnapsidee der SP Schweiz

    Wenn ich diesen Aufmacher in der heutigen Ausgabe der “Neue Luzerner Zeitung” lese, überkommt mich das pure Grausen. Damit verbunden kommt die Frage auf:

    Wie tief muss die Sozialdemokratische Partei Schweiz und ihr Bundesrat Alain Berset noch sinken, bis sie sich ganz abadsurdum geführt, sich selber abgeschafft hat. Nicht genug, dass die Idee von der Denkfabrik Avenir Suisse stammt, nein sie wird auch von FDP-Nationalräten (z.B. Ignazio Cassis / Tessin) unterstützt. 

    Die SP Schweiz scheint endgültig zur neo-liberalen Partei No. 1 zu werden. Gratulation!

    Als nächstes werden wohl Patienten auktioniert, versteigert. Dabei bekommen privatversicherte Patienten den höchsten KaufWert. Für mich eine logische Konsequenz.

    PS: Noch geht es nur um Praxen von Spezialärzten. Doch wie lange noch?